7.7. / 10:30 / Deichtorplatz

Wir wollen nicht „repräsentiert“ werden, wir wollen unsere Zukunft selbst gestalten!

Am 6.-8. Juli 2017 findet der G20-Gipfel in Hamburg statt. Dort treffen sich die Regierungschefs der 19 wichtigsten Wirtschaftsnationen und die EU, um angeblich für die wirtschaftlichen und politischen Probleme auf der Welt eine Lösung zu finden. Sie geben vor, zwei Drittel der Weltbevölkerung zu repräsentieren. Doch sie entscheiden über unsere Köpfe hinweg, entgegen unserer Interessen.

Auf dem Gipfel werden Themen wie der Klimawandel, die Situation der Geflüchteten und die weltweiten wirtschaftlichen Probleme diskutiert. Doch werden die Probleme nicht vor allem von den G20-Staaten verursacht?
Die G20-Staaten sind für mehr als drei viertel des weltweiten Energieverbrauchs und Treibhausgasausstoßes verantwortlich und profitieren davon. Täglich sterben hunderte von Menschen an den Grenzen Europas und der USA. Doch anstatt für sichere Fluchtwege zu sorgen wird die Grenzsicherung noch militärisch verschärft. Wirtschaftskrisen haben in den letzten Jahren vielen Menschen die Existenz genommen. Allein in Griechenland sind über 50% der Jugendlichen arbeitslos. Doch das wirtschaftliche Vorgehen wird nicht grundlegend geändert. Die Maßnahmen dagegen verschlimmern in Wirklichkeit nur die Situation.

Die Auswirkungen dieser Politik sehen wir auch an den zunehmenden Kriegen weltweit und dem Aufkommen von Rechtspopulisten wie Trump, Erdogan oder der AFD.
Du erlebst es jeden Tag: willkürliche Benotung, Konkurrenz- und Leistungsdruck und wofür eigentlich?
Schule, Ausbildung, Studium – Wir als Jugend werden so früh wie möglich tauglich für den Arbeitsmarkt gemacht. Angeblich gibt es Chancengleichheit – “du musst dich nur anstrengen” – diesen Satz hast du sicher auch schon gehört. Dabei wird schon in der Grundschule dein Weg zum Abitur geebnet – oder eben nicht. Es fängt sogar schon früher an: Familie, Geld und Bildungshintergrund spielen eine entscheidende Rolle für deinen Platz in der Gesellschaft.

Sollten wir nicht miteinander lernen, anstatt gegeneinander? Sollten nicht unsere Stärken gefördert werden, statt unserem Kurzzeitgedächnis? In diesem System gibt es keine Vielfalt und das wollen wir ändern!

Wir haben keine Lust mehr, Sachen auswendig zu lernen, die wir nicht brauchen! Wir möchten selbst entscheiden wie und was wir lernen und vor allem wofür!
Wir wollen ein Zeichen gegen diese Missstände – den G20-Gipfel und das Bildungssystem – setzen. Deshalb rufen wir am 7. Juli zum Bildungsstreik auf. Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen, um eine gemeinsame Antwort entgegen zu stellen.

Unsere Zukunft gehört uns! Solidarisch und grenzenlos. Für ein schönes Leben für alle!