Warum bestreiken wir die Unis und Schulen? Und was hat das mit G20 zu tun?

Nicht nur dieser, sondern auch vielen anderen Fragen wollen wir hier auf den Grund gehen. Dafür werden wir in der Zeit bis zum G20 Gipfel Schüler*innen, Student*innen und vielen anderen verschiedene Fragen stellen. Ihre Antworten werden wir hier sammeln, damit wir alle die richtigen Argumente im Kopf haben, wenn die Lehrer*In wieder einmal nervt.


„Was hast du denn dagegen, wenn Leute miteinander reden?“

Sie sollten halt nicht nur reden, sondern auch machen

Wir wollen nicht mitbestimmen, wir wollen unsere Zukungt selbst bestimmen. Was haben Erdogan, Trump und Merkel über meine und unsere Zukung zu entscheiden?

 

 

„Ich trau mich nicht, ich habe Angst vor Gewalt.“

 Dann bring dich anderweitig ein. Such dir eine Bezugsgruppe. Halt dich fern vom Schwarzen Block, es gibt genug Möglichkeiten sich von Krawallen fernzuhalten.

 

 

„Streik ist doch Gewalt!“

 Demonstration muss nicht gewalttätig sein. Jeder*r sollte für sich entscheiden, auf welche Art man protestieren möchte

 

 

„Was hat der G20-Gipfel mit Bildung zu tun?“

 Demonstration hat auch bildende Elemente. Die wirtschaftliche Lage beeinflusst auch die Schule/Uni. Dadurch, dass man fast nur mit Geld weit kommen kann, entsteht schon in der Schule ein Leistungsdruck und Konkurrenzkampf, der das Lernen vom eigentlichen Zweck entfremdet. Der Moment ist perfekt: wir können die Menschen erreichen, die tatsächlich genug Macht und Einfluss haben, um etwas zu ändern.

 

 

„Du hast doch einfach keinen Bock auf Schule!“

Dass ich mich für ein besseres Bildungssystem einsetze, zeigt doch schon, dass ich zur Schule möchte. Außerdem kann ich jeden Tag schwänzen, dazu brauche ich keine Demo.

 

 

„Du hast aber Schulpflicht!“

Ich habe aber auch ein Recht auf Demonstration und Meinungsfreiheit! Ich gehe EINEN Tag nicht zur Schule, um die restliche Lernzeit besser zu gestalten

 

 

„Aber Schule und Uni sind doch gut!“

 Wir demonstrieren auch nicht gegen die Schule an sich. Wir protestieren gegen institutionalisiertes Lernen. Wir WOLLEN uns bilden, aber wir möchten es selbst gestalten.

 

 

„Du bekommst unentschuldigte Fehlstunden/Klassenbucheinträge!“

 Krankschreiben/Eltern-Entschuldigung; Ein Eintrag ist nichts schlimmes, das interessiert später niemanden mehr – ich setze meine Prioritäten anders

 

 

„Dich erwartet Repression (Polizei, Politiker*innen, Schulen, Unis)“

Diese Repression besteht schon, wir zeigen nur, dass sie auf uns nicht wirkt

 

 

„Blockaden sind doch illegal!“

 Jede*r muss selbst entscheiden, auf welche Art man demonstrieren möchte.

 

 

„Schule sollte nicht politisiert werden!“

 Was ist mit Bildungspolitik? Der Streik politisiert nicht, das ist schon vorher durch die äußeren Umstände passiert. Die Demo bringt lediglich die Politisierung zum Ausdruck.

 

 

„Warum muss die Demo denn während der Schulzeit sein?“

Wir wollen zeigen, wie ernst es uns ist. So bekommen wir Aufmerksamkeit, außerdem bestreikt man ja auch den Arbeitgeber, wenn man mit den Bedingungen nicht einverstanden ist.

 

 

„Warum müsst ihr denn im Brennpunkt demonstrieren und nicht woanders?“

 Wir möchten stören und sichtbar sein, sonst bekommt ja niemand von uns etwas mit.

 

 

„Das bringt doch eh nichts…“

 Doch, je mehr wir sind umso mehr Beachtung wird uns gegeben! Also komm auch du mit, dann bringt? was

 

 

„Was kümmert dich G20?“

 Es geht um unsere Zukunft, über die entschieden wird ohne uns zu fragen

 

 

„Warum wollt ihr was ändern? Es funktioniert doch“

 Ja, Rüstungsexporte, Ausbeutung, fremdbestimmte Bildung, Umweltzerstörung, Flucht und Kriege funktionieren…

 

 

„Lass die Politik mal den Politiker*innen.“

 Um mich von oben steuern zu lassen, von Menschen die nicht das Wohl der Gesellschaft zum Ziel haben?

 

 

„Nichts, was man lernt, ist unnötig.“

 Aber mehr oder weniger brauchbar. Wir wollen selbst bestimmen, was wir für wichtig halten. Protest ist auch nötig!

 

 

„Aber es gibt doch Möglichkeiten, Kritik direkt zu äußern…“

 Ich will nicht innerhalb der bestehenden Strukturen Kritik äußern, sondern diese Strukturen in Frage stellen. Was bringt mir ein Brief an den Bildungsminister, wenn davon sonst niemand erfährt?

 

 

„Mach was aus dir, anstatt die Welt zu ändern.“

 Was will ich in einer Welt, die mir nicht gefällt? Ich muss erst die Umstände ändern, bevor ich mich entfalten kann.

 

 

„Schule ist doch dein Job!“

 Nein, Bildung ist mein Job. Schule nicht.

 

 

„Ihr seid immer nur dagegen!“

 Wenn das dafür immer auf Kosten anderer geht, werde ich FÜR Minderheiten dagegen bleiben

 

 

„Wer soll denn die Probleme lösen, wenn nicht die G20?“

 Wir! Denn die G20 repräsentiert nicht unsere Generation.